Generali Deutschland plant Abbau von 800 Arbeitsplätzen bis 2030
23.10.2026

Arne Benzin, Personalvorstand, Generali Deutschland Foto: © Generali Deutschland
Die Generali Deutschland will ihre Transformation beschleunigen und ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken. Dafür investiert der Versicherungskonzern einen dreistelligen Millionenbetrag in IT, Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Gleichzeitig sollen bis Ende 2030 Tätigkeiten im Umfang von rund 800 Arbeitsplätzen wegfallen. Auch die Standortstruktur wird neu geordnet.
Mit den geplanten Maßnahmen will die Generali Deutschland ihre Service- und Betriebsprozesse modernisieren, Organisationsstrukturen vereinfachen und Kosten reduzieren. Nach Unternehmensangaben wurden bereits Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat über die Umsetzung aufgenommen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Geschäftsbereich Exclusive. Hier sollen Fachkompetenzen künftig in bundesweit vernetzten Fachcentern mit klarer Spartenausrichtung gebündelt werden. Ergänzend ist ein bundesweites Servicecenter vorgesehen. Bei der Generali Deutschland Services (GDS) soll der Fokus stärker auf versicherungsnahen Tätigkeiten liegen. Ausgewählte Aufgaben sollen künftig an spezialisierte externe Dienstleister ausgelagert werden.
Auch die Standortstrategie wird überarbeitet. Künftig plant die Generali fünf Regionalzentren in München, Köln, Karlsruhe, Hamburg und Saarbrücken. Dafür sollen die Teams aus Aachen und Köln, Nürnberg und München sowie Stuttgart und Karlsruhe jeweils an den Zielstandorten Köln, München und Karlsruhe zusammengeführt werden. Die Spezialstandorte Frankfurt, Leipzig und Berlin bleiben bestehen.
Die Veränderungen sollen schrittweise bis Ende 2030 umgesetzt werden. Im Zuge der Digitalisierung und erwarteter Produktivitätssteigerungen plant der Versicherer, Tätigkeiten im Umfang von 800 Arbeitsplätzen abzubauen. Dies soll insbesondere über freiwillige Altersregelungen, bevorstehende Renteneintritte und natürliche Fluktuation erfolgen. Gleichzeitig will das Unternehmen gezielt neue Mitarbeiter mit künftig benötigten Qualifikationen einstellen.
„Durch die frühzeitige Kommunikation, verbunden mit einer Arbeitsplatz- und Standortgarantie bis Ende 2030, wollen wir die Veränderungen planbar gestalten und gemeinsam mit der Mitbestimmung faire und verantwortungsvolle Lösungen für unsere Mitarbeitenden vereinbaren“, erklärt Personalvorstand Arne Benzin.
Generali-Deutschland-Chef Stefan Lehmann sieht die Maßnahmen als Voraussetzung für weiteres profitables Wachstum. Angesichts der tiefgreifenden Veränderungen in der Versicherungsbranche müsse der Konzern seine Transformation konsequent fortsetzen und gezielt in zukunftsfähige Geschäftsbereiche investieren. (mho)

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