Wenn „Goodbye Deutschland“, dann nur der Liebe wegen

09.12.2013

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Eine internationale Umfrage von der GfK-Gruppe im Auftrag von Zurich belegt, dass die Deutschen ihre Heimat sehr schätzen und sie auch nicht verlassen möchten, gerade die Gruppe „50plus" sieht Deutschland als das beste Land zum Leben an.

(fw) Die GfK hatte für die Umfrage eine repräsentative Stichprobengröße von 548 Personen in Deutschland befragt. Für zwei von drei (65 %) Deutschen kommt ein Neustart im Ausland nicht in Frage. Und wenn doch, dann würden 28 % ihr Heimatland nur der Liebe wegen verlassen. So das Ergebnis der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK im Auftrag der Zurich Versicherung. Vor allem 35 % der Frauen könnte sich vorstellen, Deutschland der Liebe wegen zu verlassen, die Männer sind da etwas zurückhaltender: Nur 23 % würden mit ihrer Liebe einen Neustart im Ausland wagen. Ganz im Gegenteil zu den befragten Teenager, die kaum Angst vor Heimweh haben: Zwei von drei (65 %) der 14- bis19-Jährigen würden Deutschland den Rücken kehren, wenn die Liebe jenseits der Grenze lockt. Doch wenn es um bspw. ein besseres Ausbildungs- oder Rentensystem in einem anderen Land geht, würden nur knapp jeweils 7 % Deutschland verlassen.

Das beste Land zum Leben: Deutschland

37 % der Deutschen ist davon überzeugt, dass sie in Deutschland in dem für sie bestmöglichen und sichersten Land leben. Gerade bei de Zielgruppe „50plus" ist dieser Anteil noch ausgeprägter: Sogar jeder zweite über 50-Jährige sieht Deutschland als das beste Land zum Leben. Blickt man auf die Berufsgruppen, weiß vor allem jeder dritte Selbstständige bzw. Freiberufler (31 %) und jeder vierte Berufslose (23 %) die Vorzüge in Deutschland laut Zurich Umfrage zu schätzen und gibt an, im bestmöglichen Land für sich zu leben. Auch 29 % der Rentner fühlen sich in der Heimat sehr gut aufgehoben.

Neustart wagen eher die „Metropolisten" – „Nordlichter" sehr heimatverbunden

Die deutschen Hauptstädter würden laut Umfrageergebnis aufgrund der ihnen nachgesagten Weltoffenheit auch am ehesten einen Neustart im Ausland wagen. Mehr als die Hälfte aller Berlinerinnen und Berliner (55 %) hat darüber zumindest schon einmal nachgedacht. Ganz besonders heimatverbunden geht es im hohen Norden zu: neun von zehn Schleswig-Holsteinern (89 %) haben noch nie ans Auswandern gedacht.

Politische Stabilität und Absicherung vs. Abenteuerlust

Wenn aber ein dauerhafter Umzug ins Ausland in Frage käme, dann hätte für knapp 60 % die politische Stabilität des Landes höchste Priorität. Für vier von zehn Deutschen (44 %) ist aber vor allem auch eine zuverlässige Absicherung im Fall von Krankheit oder Invalidität maßgeblich bei der Wahl der neuen ausländischen Heimat. Insbesondere die skandinavischen Länder besitzen die höchste Priorität bei den Befragten (41 %). Nach Russland zieht es dagegen nur 0,2 %. Dennoch bietet Abenteuerlust ein stärkeres Auswanderungsmotiv (26 %) als eine eventuell sicherere Rente (19 %) im Zielland. Jeder Fünfte (22 %) kann sich aber auch vorstellen, Deutschland für eine bessere Work-Life-Balance zu verlassen.